Aus dem Sanella-Album Australien Neuseeland

=========================================

Seite 66

Das gute Wetter, das uns die ganze letzte Woche begleitete, ist anscheinend vorbei. Als wir am nächsten Tag durch das Mokau=Tal nach Norden wandern, gießt es in Strömen. Die Weiden, die sich an beiden Seiten des Flusses ausdehnen, stehen unter Wasser. Unser Weg führt am Hang der Mairoa=Berge entlang. Hier schützt uns dichter Farnwald etwas vor der Nässe, die von oben kommt, nicht aber vor dem Schlamm des Weges. Bei jedem Schritt quatscht das Wasser in den Stiefeln. - Am Nachmittag entdecken wir etwas abseits vom Fluß eine Felshöhle. "So, ich gehe keinen Schritt weiter!" sagt Klaus entschieden und wirft seinen Rucksack auf den Boden. "Jetzt machen wir uns ein Feuer, trocknen unsere Sachen, und dann wird gefuttert!" Während Klaus und Freddy sich um das Feuer kümmern, schaue ich mich ein wenig in der Umgebung um. Ganz in der Nähe rauscht es. Und da schimmert auch schon ein Bach zwischen den Büschen hindurch. Aber - seltsam! - er verschwindet in einer dunklen Felsgrotte. Das muß ich ergründen! Vorsichtig gehe ich, im Wasser watend, in den stockfinsteren Tunnel hinein. Ich zünde ein Streichholz an. Im gleichen Augenblick zwickt mich etwas am Fuß. Au! Vor Schreck lasse ich das Zündholz fallen. Es verlöscht zischend. Ich betaste meinen Fuß. Donnerwetter - da krabbelt doch etwas! Ich packe fest zu und habe einen Krebs in der Hand, einen schönen, großen, ausgewachsenen Krebs! Nun - wo einer ist, da werden noch mehr sein. Und richtig: nach einer halben Stunde habe ich eine hübsche Portion zusammen. Als ich zum Lager zurückkomme, da ist mein Halstuch prall gefüllt mit krabbelnden Krebsen.

.

.

 Bildrückseite 92

Bildrückseite 93